RSS-Feed anzeigen

AlexS

Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke

Bewerten
von am 17.01.2010 um 09:12 (916 Hits)
Ausgangssituation:

Du bist Domainer, in DE geboren und hast immer hier gelebt. Du hast eine Wohnung oder ein Haus hier gemietet oder besitzt es, Du hast seit Jahren ein Gewerbe angemeldet und verdienst richtig gut. Du zahlst rund 50% Steuern (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer zusammen).

Du verdienst Dein Geld vorwiegend virtuell: Parkingeinnahmen, Domainverkäufe, Domainvermietung etc.


Wunschsituation:

Du bist im Ausland, hast dort Deinen Wohnsitz und versteuerst alles dort. Vorzugsweise mit 0% Steuern.

Wo sind die Knackpunkte?


Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt. Niedrigsteuerländer, Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung:

Der einzig saubere Weg ist folgender: Du gehst in ein Land mit Doppelbesteuerungsabkommen. Das bedeutet, dass Deutschland mit dem Land ein Abkommen geschlossen hat, dass die Bürger NICHT in BEIDEN Ländern besteuert werden. Denn Du bist in DE mit Deinem gesamten WELTEINKOMMEN steuerpflichtig. Ausnahme sind eben die Länder mit denen das Abkommen besteht. Natürlich besteht KEIN Abkommen mit sogenannten Niedrigsteuerländern. Also Länder wie Panama, Seychellen, Liechtenstein oder Dubai, denn in diesen Ländern zahlt man eben KEINE Steuern.

Mit fast allen Ländern in Europa besteht so ein Abkommen. Also z.B. mit Lettland oder Polen. Du eröffnest in diesem Land eine Firma, z.B. eine GMBH. Du bist Inhaber der Firma. Diese Firma zahlt Dir ein Gehalt als Geschäftsführer. Sie schüttet aber keinen Gewinn an Dich aus. Die Gewinne, die in der Firma bleiben gehören der Firma, nicht Dir, daher musst Du auch erstmal nichts in DE versteuern. Das Gehalt ist eben ein Gehalt, und da Du in dem Land lebst, bist Du DORT steuerpflichtig. Das Doppelbesteuerungsabkommen vermeidet eine erneute Besteuerung des Gehaltes in Deutschland.

Du musst dabei aber einiges beachten: Du musst dazu Deinen ständigen Aufenthalt in dem Land haben. Deinen Wohnsitz auch. Das bedeutet, Du musst in DE alles aufgeben: Du darfst keine Wohnung oder Haus bewohnen, kein Auto angemeldet haben, keine schulpflichtigen Kinder in Deutschland haben, usw.

Nachdem Du ein KalenderJahr (also 1.1. bis 31.12.) im Ausland warst, darfst Du Dir Gewinne nach Deutschland ausschütten lassen, ohne diese hier besteuern zu müssen. WENN mit dem Land ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht! Besteht keines, dann musst Du sogar 10 Jahre warten, dann erst kannst Du Gewinne nach Deutschland ausschütten. Dazwischen kannst Du Dir Geld von der Firma LEIHEN, aber das sollte genau mit einem Steuerfachmann geklärt werden (es muss ein Vertrag gemacht werden, Zinsen bezahlt werden, usw).


Weiter gehts hier: Auslandsfirma Teil 2: Fallstricke

.

.

"Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei Mister Wong speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei YiGG.de speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei Google speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei del.icio.us speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei Digg speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei alltagz speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei linkarchiv.at speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei LinkARENA speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei LINKSILO.DE speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei My Yahoo speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei Newstube speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei SEOigg speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei StumbleUpon speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei oneview speichern "Auslandsfirma Teil 1: Chancen, Risiken, Fallstricke" bei Weblinkr speichern

Aktualisiert: 18.01.2010 um 14:50 von [ARG:5 UNDEFINED]

Stichworte: - Stichworte bearbeiten
Kategorien
Kategorielos

Kommentare

  1. Avatar von McDot
    Sehr interessanter Beitrag Alex!

    Eine Frage noch dazu:
    Gerade von Dir weiß ich, dass Du so ziemlich pausenlos unterwegs bist, beispielsweise zu den ganzen ICANN Meetings oder jetzt, wo Du von den Europäischen Winter geflüchtet bist. Wie wird denn da festgelegt bzw. nachgewiesen, wo Dein Wohnsitz tatsächlich ist?
  2. Avatar von AlexS
    Hallo McDot: Ich steh wieder auf dem Laufband, also Zeit Blogs zu schreiben ;-)

    Auf das Thema komme ich später im Blog.